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25.05.2017, 16:17 Uhr | Hallo Gast! Melde Dich an oder registrier Dich hier!

Bogensport - Bogenklassen

Recurvebogen

Der Recurvebogen ist der klassische Turnierbogen welcher bei den Olympischen Spielen (Seit München 1972) geschossen wird. Die typische Recurve Form kam aus Asien und überzeugte durch wesentlich größere Wurfkraft. Sie setzte sich bald überall in Europa durch.

Wird der Recurvebogen gespannt, so steigt der Kraftverlauf bis zum Auszugspunkt fast linear an. Somit liegt die volle Leistungskraft bei Vollauszug auf den Fingern.

Der Recurvebogen ist zum Transport teilbar. Er besteht aus einem Mittelteil mit dem Griffstück, 2 Wurfarmen, der Sehne, einem Visier, Button, Pfeilauflage und Stabilisatoren. Das Stabilisatorensystem hat, wie der Name schon sagt, die Aufgabe, die entstehenden Schwingungen des Bogens beim Abschuss aufzufangen. Ein besseres Trefferbild ist die Folge.

 

Compoundbogen

Der Compoundbogen ist eine Weiterentwicklung des Recurvebogens. Durch das Flaschenzugprinzip wird eine Zuggewichtsreduzierung erreicht, die heute bei ca. 90 % liegen kann, ja, sogar 98 % Reduzierung sind technisch schon erreicht worden.

Beim Compoundbogen werden beide Wurfarme mit Kabel und Sehne über die Rollen oder Cams verbunden. Die Kabel dienen zur Vorspannung der Wurfarme, so dass beim Ziehen der Sehne diese von den nicht mittig angebrachten Achsen in den Rollen abgerollt wird, die Rollen "kippen" und geben an diesem Punkt dem Bogen seine Höchstleistung.

Nach diesem Punkt verringert sich das Zuggewicht des Bogens bis die Auszugslänge erreicht ist. Der Compoundbogen darf mit allerlei technische Hilfsmittel wie Peep-Sight, Wasserwaage, Release (Auslöser), und Vergrößerung im Visier ausgestattet werden. Mit diesen Mitteln ist der Compoundbogen dem Recurvebogen in Punkto Treffergenauigkeit überlegen und wird auf Turnieren in einer eigenen Klasse gewertet.

 

Blankbogen

Mit dem Blankbogen wird die ursprüngliche Art des Bogenschießens ausgeführt. Wie der Name schon sagt wird der Bogen blank geschossen, ohne technische Hilfsmittel wie Visier und Stabilisatoren. Der klassische Blankbogen ist aus Holz und aus einem Stück geformt. Es gibt aber auch Formen des Blankbogens mit abnehmbaren Wurfarmen.

Bei Turnieren darf man in der Blankbogenklasse auch mit einem Recurvebagen antreten, aber ohne die oben genannten Hilfsmittel. Als Zielpunkt (Visierpunkt) nutzt der Bogenschütze bei dieser Art des Bogenschießens die Pfeilspitze. Blankbogenschützen bevorzugen das Intuitive schießen, dass bedeutet ohne genaues Visieren. Des Weiteren wird die Position der Zughand (Ankerhand) an der Sehne, je nach Entfernung verändert.