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25.05.2017, 08:41 Uhr | Hallo Gast! Melde Dich an oder registrier Dich hier!

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Im winterlichen Oberhof starteten am Wochenende nun endlich auch die Weltcups für die Jugend A.

Für Altenberg hieß es für die Sportler Tina Müller, welche als Juniorin B im Jugend A Weltcup startet, Josephine Meitzner und das Doppel Gabber/Dietrich (ABG/ZWI) sich der Konkurrenz aus aller Welt zu stellen. Schön für alle Starter war, dass auch die Sportler aus Übersee angereist waren und selbst eine Sportlerin aus Argentinien, welche aber in Österreich trainiert, war anwesend.


Bei den Damen durfte zuerst Josephine an den Start. Mit einer wie immer sehr guten Startzeit von 8,00 sek übernahm sie sofort die Initiative im Eiskanal und fuhr sehr konstant bis zur Kurve 12. Mit einer leicht zu frühen Einfahrt in die Kurve 12 sollte es in der Ausfahrt der Kurve 13, welche die Schlüsselstelle der Bahn in Oberhof ist, zu Problemen kommen. Dieser Fehler kostete Zeit und am Ende stand mit 39,72 sek der vierte Platz nach dem ersten Rennlauf zu Buche. Besser machte es Tina Müller. Mit einem sehr guten Start und einer fehlerfreien Fahrt übernahm sie souverän die Führung mit 39,28 sek vor Alisa Dengler und Hannah Prock (AUT).


Im zweiten Rennlauf galt es für Josephine nunmehr mit einer fehlerfreien Fahrt noch einmal anzugreifen. Ein dritter Rang war greifbar nahe, doch durch eine zu starke Lenkbewegung zur Einfahrt Kurve 14 zerplatzten alle Träume. Der Fehler kostete wertvolle Zeit und am Ende blieb ein 9. Platz in ihrem ersten Weltcup. Trainer Uwe Günther munterte die Athletin auf und motivierte sie für die nächsten Aufgaben in Innsbruck; Wir sind dran an der Weltspitze und solche Fehler passieren bei den jungen Athleten, so sein Fazit. Als letzte Starterin im zweiten Lauf wollte Tina Müller dann nach ihrem ersten Weltcupsieg greifen. Mit einer sehr guten Startzeit von 8,00 sek und einer ebenfalls überragenden zweiten Fahrt ließ sie keine Zweifel am Tagessieg aufkommen. Glückwunsch Tina zum ersten Weltcupsieg vor Alisa Dengler und Hannah Prock.

Im Anschluss an die Damen durften die Doppel ran. Die Doppel der Junioren ermittelten dabei gleichzeitig den Europameister und die Jugend A griff zum ersten Mal in die Weltcupserie ein. Mit den Junioren Doppel Semmler/Pfeiffer (ABG/Othal) und Gabber/Dietrich(ABG,ZWI)  Jugend A waren gleich zwei Doppel vertreten. Im Rennlauf der Doppelsitzer ließen die amtierenden Juniorenweltmeister Löffler/Stiebing nichts anbrennen und fuhren mit zwei fehlerfreien souverän den Sieg ein. Die Kombination Semmler/Pfeiffer musste sich erneut mit einem 4. Platz zufrieden geben. Nach dem 4. Platz in Lillehammer erneut der undankbare 4. Platz in Oberhof. Hier gilt es jetzt die Kräfte zu bündeln und mit Konzentration an den kleinen Fehlern zu arbeiten, um den knappen Rückstand auf die Plätze 2 und 3 wettzumachen und in Innsbruck aufs "Stockerl" zu fahren.


In der Jugend A wackelten dann einige favorisierte Doppel im ersten Lauf. Die magische Kurve 13 machte an diesem Tag vielen zu schaffen und leider konnte unser Doppel Gabber/Dietrich nicht davon profitieren. Mit großen Problemen sprang am Ende nur ein enttäuschender 9. Rang heraus.

 

Die Zwischenzeiten sahen gut aus, aber auch sie meisterten die Ausfahrt Kurve 13 nicht und somit konnte leider nicht mehr rausspringen; so das Fazit von Trainer Uwe Günther.

Am Sonntag durften dann die Damen um Junioren Weltmeisterin Jessica Tiebel ran. Für die Trainer war eines klar, mit enormer Motivation wollte diesmal Victoria Demchenko das Ergebnis von Lillehammer korrigieren. Im deutschen Team gab es zudem in Oberhof eine Sonderregelung. Für die Teilnahme am Weltcup und der Europameisterschaft gab es eine interne Qualifikation, bei der nur 5 von 6 Damen startberechtigt sein werden. D.h. auch Jessi musste in die Qualifikationsmühlen und die Trainingsergebnisse ließen da einige Zweifel aufkommen. Heimtrainer Uwe Günther der natürlich wie gewohnt zum Traineraufgebot der Junioren Nationalmannschaft zählte, war sich  allerdings diesmal sicher, Jessi wird in der Qualifikation wieder eine Schippe drauflegen können, sie kann den Schalter im richtigen Moment nochmal umlegen und brillieren. Und genau so kam es auch - Jessi gewann souverän die Qualifikation und ließ die Konkurrenz erneut zittern.


Am Renntag dann deute sich nach dem ersten Lauf ein Vierkampf an. Die wiedererstarkte Saskia Langer , Julia Taubitz, Victoria Demchenko aus Russland und unsere Jessica lieferten sich ein sehr enges Rennen. Nach Lauf eins lagen lediglich 94/1000 zwischen Platz 1 und 4.
Im zweiten Rennlauf dann umgekehrte Reihenfolge als in Lillehammer. Saskia Langer sicherte sich den Bronzeplatz und nun hieß es warten auf Victoria Demchenko. Die Tochter des legendären russischen Rennrodels Albert Demchenko wollte dieses Mal unbedingt gewinnen und fuhr sehr aggressiv im zweiten Lauf. Nach den ersten Zwischenzeiten allerdings lang sich nicht mehr auf einem Medaillenrang und es sah nach einem deutschen Dreifacherfolg aus. Doch im unteren Bahnteil legte sie nochmals zu und konnte zunächst mit Laufbestzeit und einem Vorsprung von mehr als 10/100 sek die Führung übernehmen. Nun galt es für Jessica die Nerven zu bewahren und einen super Lauf ins Ziel zu bringen. Vom Start an lag sie knapp vor der Russin im zweiten Lauf und weiterhin hauchdünn in der Addition beider Läufe in Führung. Wird sie es schaffen. Die Spannung im Zielbereich war kaum zu übertreffen. Zieldurchfahrt mit 42,306 sek bedeutete zugleich den Europameistertitel und Weltcupsieg für Jessica und diesmal waren es 10/1000 Vorsprung. Natürlich auch ungedämpfte Freude bei den Eltern von Jessica, die ihrer Tochter in Oberhof die Daumen drückten.

Glückwunsch an das Trainerteam und die deutschen Athleten. Wir sind stolz auf Euch.

Sven Büchner
 

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